Rechnung raus. Liquidität rein. Wachstum frei.
Factoring bedeutet: Sie warten nicht auf lange Zahlungsziele. Offene Forderungen werden zu planbarem Cashflow.
Factoring ist kein Kredit. Es ist ein Cashflow-Hebel.
Du wartest nicht mehr auf dein Geld. Du holst es dir früher. Aus offenen Rechnungen wird Liquidität – oft innerhalb von 24 bis 48 Stunden. Nicht durch neue Schulden, sondern durch Geld, das dir bereits zusteht.
Was ist Factoring – einfach erklärt
Die einfache Idee: Eine Rechnung wird nicht erst in 30, 60 oder 90 Tagen zu Geld, sondern sofort nutzbar.
Du hast geliefert. Dein Kunde zahlt später.
Beim Factoring verkaufst du diese offene Rechnung an einen Factoring-Partner (Factor). Du bekommst dein Geld früh ausgezahlt. Der Factor wartet anschließend auf die Zahlung deines Kunden.
Kurz gesagt: Du machst aus einer offenen Forderung sofort verfügbare Liquidität. Genau dafür ist Factoring da.
Wer ist der Factor?
Der Factor ist kein mystischer Finanzbegriff. Es ist der Partner, der deine Rechnung ankauft und die Abwicklung übernimmt.
Bankähnlicher Partner
Ein spezialisiertes, bankähnliches Unternehmen, das offene Rechnungen ankauft.
Schnelle Auszahlung
Der Factor zahlt dir den vereinbarten Betrag zeitnah aus, statt dass du auf das Zahlungsziel wartest.
Absicherung & Management
Je nach Modell übernimmt der Factor auch das Forderungsmanagement und das Ausfallrisiko gegenüber deinem Kunden.
So funktioniert Factoring in der Praxis
Vier Schritte. Keine komplizierte Theorie. Entscheidend ist: Aus einer Rechnung wird früher Liquidität.
Leistung fertig
Die Leistung ist erbracht. Die Rechnung wird erstellt.
Rechnung an den Factor
Die Rechnung wird online an den Factor übermittelt.
Geld innerhalb von 48 Stunden
Du erhältst dein Geld, während das Zahlungsziel beim Kunden weiterläuft.
Kunde zahlt an den Factor
Der Kunde zahlt innerhalb des vereinbarten Zahlungsziels direkt an den Factor.
Was kostet Factoring – und was kostet die Alternative wirklich?
Entscheidend ist nicht nur der Prozentwert. Entscheidend ist, was du dafür bekommst: Liquidität, Planbarkeit, Bonitätsspielraum – und je nach Modell Schutz vor Forderungsausfall.
Factoring
Typische Orientierung bei kleineren und mittleren Volumen.
ca. 2–4%Bei größeren Umsätzen: individuell anfragen. Preis abhängig von Umsatz, Risiko, Branche und Bonität der Debitoren.
Bank / Kontokorrent
Kreditlinie oder Betriebsmittelkredit schafft Liquidität, aber belastet Bilanz und Bonität.
10–14% p.a.Bei schwächerer Bonität oder hoher Auslastung auch darüber. Mehr Kredit kann spätere Finanzierung zusätzlich verteuern.
Skonto
Skonto liegt oft nah an Factoring-Kosten, löst aber ein anderes Problem.
2–5%Der Nachlass ist weg. Eine Absicherung der Forderung entsteht dadurch nicht.
Beispiel: 50.000 € Rechnung mit 90 Tagen Zahlungsziel
So wird der Unterschied greifbar. Je länger das Zahlungsziel läuft, desto weniger „günstig“ ist die Banklinie – und desto wichtiger werden Risiko und Planbarkeit.
Rechnung gestellt. Zahlungsziel: 90 Tage. Die Leistung ist erledigt – aber das Geld ist noch nicht da.
Wenn der Kunde pünktlich zahlt
Dann ist der Vergleich relativ einfach: Factoring-Gebühr gegen Finanzierungskosten und Skonto.
Wenn der Kunde nicht zahlt
Dann zählt nicht nur der Preis. Dann zählt, wer das Ausfallrisiko trägt und ob dein Cashflow trotzdem steht.
| Variante | Rechenlogik | Kosten / Effekt | Was bleibt als Risiko? |
|---|---|---|---|
| Factoring | 2–4% auf 50.000 € | ca. 1.000–2.000 € | Sofortige Liquidität. Je nach Modell bleibt die Auszahlung auch dann gesichert, wenn der Kunde später nicht zahlt – plus Entlastung im Forderungsmanagement. |
| Banklinie | 10–14% p.a. für 90 Tage | ca. 1.230–1.725 € Zinsen | Die Kreditlinie ist 90 Tage belastet. Verbindlichkeiten steigen. Zahlt der Kunde später oder gar nicht, laufen Druck und Risiko weiter – und schwächere Bonität kann den nächsten Kredit verteuern. |
| Skonto | 2–5% Nachlass auf 50.000 € | ca. 1.000–2.500 € Margenverzicht | Keine Ausfallabsicherung. Und in der Praxis ziehen manche Kunden Skonto trotz später Zahlung – dann beginnt die Diskussion. |
| Warten | 0% Gebühr auf dem Papier | Kein direkter Rechnungsabzug | Wenn der Kunde nach 90 Tagen nicht zahlt, fehlt das Geld weiterhin – plus Mahnung, Streit, Ausfallrisiko und Liquiditätsdruck. |
| Option | Was passiert? | Was wird oft übersehen? | Einordnung |
|---|---|---|---|
| Factoring | Du verkaufst eine offene Rechnung und erhältst Liquidität früher. | Es ist keine neue Schuld. Je nach Modell ist die Forderung zusätzlich gegen Ausfall abgesichert. | Stark, wenn Liquidität, Sicherheit und Planbarkeit zusammen gebraucht werden. |
| Kontokorrent / Kredit | Du finanzierst Liquiditätslücken über eine Banklinie oder ein Darlehen. | Die Zinsen laufen über Zeit. In der Praxis können 10–14% p.a. realistisch sein, bei schwächerer Bonität auch mehr. Gleichzeitig steigen Verbindlichkeiten und Bonitätsdruck. | Sinnvoll als Reserve, aber kritisch als Dauerlösung für offene Forderungen. |
| Skonto | Du gibst Preisnachlass, damit Kunden schneller zahlen. | Die Kosten können ähnlich hoch sein wie Factoring – nur ohne Absicherung und ohne echtes Forderungsmanagement. | Kann funktionieren, ersetzt aber keine strukturierte Liquiditäts- und Risikoabsicherung. |
| Warten | Du wartest auf Zahlungseingang und finanzierst alles vor. | Auf dem Papier kostenlos. In der Praxis bindet es Kapital, bremst Wachstum und lässt das Ausfallrisiko bei dir. | Oft die teuerste Lösung, wenn gute Aufträge wegen fehlender Liquidität nicht umgesetzt werden. |
Factoring kostet Geld. Stillstand kostet mehr.
Factoring ist kein Kredit. Es ist ein System, das dein Geld schneller macht. Wenn Aufträge da sind, Rechnungen geschrieben werden und trotzdem Liquidität fehlt, kann Factoring genau der Hebel sein, der Wachstum wieder möglich macht.
Ist Factoring für Ihr Unternehmen sinnvoll?
Eine erste Prüfung zeigt schnell, ob Ihre Forderungen geeignet sind und welche Struktur wirtschaftlich Sinn ergibt.